Trevor Paglen, Ausstellungsansicht, Secession 2010, Foto: Wolfgang Thaler

Trevor Paglen

26. November 2010 – 13. Februar 2011

Im Zentrum der Arbeit des amerikanischen Künstlers, Autors und experimentellen Geografen Trevor Paglen steht die politische und ästhetische Auseinandersetzung mit den verborgenen Aktivitäten von US-Geheimdiensten und Militär, die man unter dem Begriff „Black World“ zusammenfasst. „Das Unsichtbare sichtbar machen“ könnte sein Credo lauten. Ausgangspunkt sind aufmerksame Beobachtung, akribische Recherchen und das Sammeln von umfangreichen Datenmaterial.

Für die Umsetzung seiner Werke – meist Fotografien und Videoarbeiten – nutzt Paglen technisch avancierte Hilfsmittel wie spezielle Kameras und Präzisionsteleskope, die in der Weltraumfotografie Verwendung finden. So kann er aus enormen Distanzen weiträumig abgesperrte Militäranlagen fotografieren oder mittels Langzeitbelichtungen die Flugbahnen von Satelliten – und somit ihre Existenz – dokumentieren. Die Zusammenarbeit mit internationalen Amateur-Netzwerken von Flug- oder SatellitenbeobachterInnen und die von ihnen zur Verfügung gestellten Informationen bilden hierbei die Grundlage, um die vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA zur lückenlosen Überwachung der Welt eingesetzten Satelliten und ihre Orbits zu identifizieren.

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Trevor Paglen, geboren 1974 in Maryland (USA), ist Künstler, Autor und experimenteller Geograf.