Tala Madani, Shit Moms, Ausstellungsansicht Secession 2019, Foto: Peter Mochi

Tala Madani

Shit Moms

23. November 2019 – 9. Februar 2020

Shit Moms, der Titel von Tala Madanis Ausstellung in der Secession, ist auch die Bezeichnung einer neuen Werkgruppe der Künstlerin. Sie setzt sich dabei mit Entwürfen häuslichen Lebens und insbesondere mit den Vorstellungen und Idealen sowie der (körperlichen) Wirklichkeit des Mutterseins auseinander. Die englische umgangssprachliche Bezeichnung für Frauen, die auf die eine oder andere Weise in ihrer Aufgabe oder Rolle als Mutter scheitern, inspirierte Madanis Herangehensweise an das Thema: Verschmierte und etwas aus der Form geratene weibliche Körper erscheinen als Muttergestalten aus Exkrementen.

Die „Scheißmütter“, die in zärtlicher Zweisamkeit mit ihrem Baby gezeigt werden (At My Toilette #1, #2, #3) und auf die westliche Ikonografie der Madonna mit Kind zurückgreifen – die paradoxe Idee der unbefleckten, jungfräulichen Mutterschaft ist ein Thema, das Madani schon lange beschäftigt – oder die von mehreren Babys umgeben sind, die über ihre Körper krabbeln oder darauf hüpfen, bewohnen Apartments von moderner Eleganz, erstrahlen im Scheinwerferlicht von Diskotheken und beobachten heimlich Babys, die in verlassenen Häusern spielen. Die Bilder halten sowohl Momente des Miteinanders als auch der Isolation fest und strahlen ein Gefühl von Intimität und menschlicher Verletzlichkeit aus.

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Tala Madani wurde 1981 in Teheran geboren und studierte Kunst und Politikwissenschaft in den Vereinigten Staaten. Sie lebt und arbeitet in Los Angeles.