Rudolf Polanszky, Hyperbolic spaces (mirrored fold), 2012, 270 x 240 x 240 cm, Foto: Erich Tarmann

Rudolf Polanszky

Eidola

9. Februar – 22. April 2018

Rudolf Polanszky hat seit Mitte der 1970er-Jahre ein vielschichtiges Werk geschaffen, das von konzeptuellen Film-, Video- und Fotoarbeiten über Zeichnung und Malerei bis zu skulpturalen Objekten und Assemblagen reicht. Sein Werk ist geprägt durch die beabsichtigte und durchaus methodische Einbindung des Zufälligen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Verwendung von Materialien, die Gebrauchsspuren aufweisen oder der Witterung ausgesetzt waren, da sie gewissermaßen die Aufgabe der Kontrolle über die Formgebung und die Unterwanderung des künstlerisch-konstruktiven Gestaltungswillens fördern. Die Faszination für wissenschaftliche Erklärungsmodelle gepaart mit der Skepsis gegenüber einer vermeintlich unerschütterlichen Logik, die Welt zu begreifen, haben den Künstler selbst diverse Verstehensschemata entwickeln lassen. Diese folgen der Nicht-Sinnstiftung als Leitidee und nehmen in intuitiv konstruierten Objekten Gestalt an, die er als provisorische Verkörperungen gedanklich-sprachlicher Gebilde versteht. Polanszkys Interesse für Schein- und Trugbilder ist folglich groß. Dem Prinzip der Festlegung setzt er eine Art „hypothetische Einstweiligkeit“ entgegen, die die Veränderlichkeit von Strukturen ins Bewusstsein rufen soll.

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Rudolf Polanszky, geboren 1951 in Wien, lebt und arbeitet in Wien.