Rosella Biscotti, The Side Room, Installationsansicht, Secession 2013, Foto: Oliver Ottenschläger

Rossella Biscotti

The Side Room

5. Juli – 1. September 2013

Meist sind es Ereignisse der jüngeren Geschichte und Politik, die den Ausgangspunkt für Rossella Biscottis Projekte bilden. Ihr Interesse gilt auch Themen und Erkenntnissen aus dem Bereich der Sozial- und Naturwissenschaften, wobei ihr Fokus auf Untersuchungen und Experimenten zu Erinnerung und Träumen liegt. Auslöser für ihre akribisch durchgeführten Recherchen sind oft Artikel aus Magazinen oder Zeitungsausschnitte, die ihre Aufmerksamkeit erregen und in denen sie Fragmente persönlicher Geschichten erkennt, die sie im Zuge ihrer Arbeiten zu Reflexionen über Identität, das Verhältnis zu Realität und die Darstellung von Erinnerung in Ausstellungsprojekte transformiert.

Ihre auf Dialog aufgebaute Arbeitsweise in Form von Recherchen sowie Gesprächen und Interviews mit Beteiligten und ZeitzeugInnen wird für konkrete Ausstellungspräsentationen stets begleitet von ihrer Suche nach formal-stringenten Lösungen. Zu ihren bevorzugten Mitteln zählen hierbei „arme“ Materialien wie Beton, Eisen, Blei, Spanplatten oder kürzlich Kompost, die von Biscotti in Bezug zur Thematik gestellt werden und die unterschiedlichen Erzählstränge miteinander verbinden: „Auch heute noch denke ich bei der Gestaltung einer Skulptur über Erzählung nach, vor allem aber darüber, wie sich Geschichten, Ideen, Entwicklungen und andere Informationen zu einem Ganzen zusammenfügen lassen.

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Rossella Biscotti, geboren in Molfetta (Italien), lebt und arbeitet in Amsterdam.