Rosalind Nashashibi
Rosalind Nashashibi, Strong Girl, 2018

Rosalind Nashashibi

27. Juni – 1. September 2019

Rosalind Nashashibi verzichtet in ihren Filmen auf stringente Erzählungen. Stattdessen inszeniert sie Szenen und Momente aus dem alltäglichen Leben in filmischen Collagen zu oft enigmatischen wie gleichermaßen poetischen Bildern. In der Parallelität unterschiedlicher Handlungsstränge manifestiert sich ihr Interesse an vielschichtigen Realitätsebenen und sozialen Organisationsformen von der Familie bis zum Staat.

Grenzen, aber auch räumlich beengte Orte, wie beispielsweise ein Schiff oder ein abgeschiedenes Haus im Dschungel, dienen als Schauplätze ihrer Handlungen. Anhand dieser Handlungen – teilweise sind sie konstruiert und vorgegeben, teilweise erscheinen sie dokumentarisch – beobachtet sie die psychologischen Strukturen von Kontrolle und Zwängen in zwischenmenschlicher Beziehungen. Nashashibi hatte sich schon während ihres Malereistudiums dem Film zugewandt. Da sie die besonderen Qualitäten analogen Filmmaterials und klassischer filmischer Konventionen wie Montage, Schnitt und Kameraführung schätzt, dreht sie ihre Filme meist auf 16mm-Film. Die seit einigen Jahren zu den Filmen entstehenden Gemälde ermöglichen der Künstlerin in einer Unmittelbarkeit und Direktheit auch andere Aspekte herauszuarbeiten, als es das konzeptuelle und kontrollierte filmische Arbeiten erlaubt.

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Rosalind Nashashibi, geboren 1973 in Croydon (England), lebt und arbeitet in London.