Piotr Uklański, A Retroperspective, Ausstellungsansicht, Secession 2007, Foto: Pez Hejduk

Piotr Uklański

A Retrospective

20. September – 18. November 2007

Der polnische Künstler Piotr Uklański bedient sich in seinen Fotoarbeiten, Collagen, Skulpturen und Installationen stereotyper Motive und Strategien aus Popkultur, Kunst und Kino, um Fragen nach kultureller Identität und Authentizität aufzuwerfen.

Uklański sagt man eine gewisse Unverfrorenheit nach, in der Hinsicht, wie er mit den Erwartungen des Publikums spielt, wie er die Strategien der Selbstinszenierung und -vermarktung nicht nur nutzt, sondern aus diesen Mitteln grundlegende Aspekte seiner konzeptuellen Arbeit gewinnt und darin, wie er Referenzen vereinnahmt. Er geht von Bildern aus, die an sich schon verbraucht, bankrott und hohl sind. Er recycelt Visuals, Konzepte und Klischees – von Landschaften, Sonnenuntergängen, Hollywood, großen Künstlern, Sammlern, Kuratoren – und verleiht ihnen eine neue, ebenso krasse wie verführerische Präsenz, gerade indem er die Politiken unterschiedlicher Bildwelten hinterfragt. Es ginge jedoch in die falsche Richtung, seine Vorgehensweise entweder als kritisch oder affirmativ zu bezeichnen. Diese Kategorien gleiten an den perfekten Oberflächen ähnlich ab wie an den Arbeiten von Jeff Koons.

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Piotr Uklański, geboren 1968 in Warschau, lebt und arbeitet in New York und Warschau.