Patricia L. Boyd
Patricia L. Boyd, Hold, Kunstverein München, München, 2021, Courtesy die Künstlerin, Foto: Constanza Meléndez

Patricia L. Boyd

18. November 2022 – 5. Februar 2023

Patricia L. Boyd thematisiert in ihrem Werk häufig die Wechselbeziehungen zwischen Präsentationstechniken und institutionellen Dynamiken, indem sie räumliche Eingriffe vornimmt, welche die Wahrnehmung und Bewegung der Betrachter*innen in den Ausstellungsräume verändern. Sie arbeitet mit einer Reihe von Medien, darunter Skulptur, Fotografie, Schreiben und Video.

Vielen ihrer Arbeiten liegt eine rekursive Struktur zugrunde, da die Herkunft der Arbeiten in ihre aktuelle Zurschaustellung erneut integriert wird. Dies gilt etwa für die Werkserie Wall Pieces (2017 – fortlaufend), für welche die Künstlerin zunächst Negativabgüsse von Teilen eines Bürostuhls und eines Plattentellers aus ausrangiertem Speisefett anfertigt, die dann in bestehende oder teilweise neu gebaute Galeriewände eingelassen werden. Am Ende der Ausstellung werden die Abgüsse zusammen mit dem sie umgebenden Stück weißer Wand entfernt, um mit diesem dauerhaft verbunden zu bleiben.

Programmiert vom Vorstand der Secession
Kuratiert von Annette Südbeck

Patricia L. Boyd, geboren 1980 in London, lebt und arbeitet in New York und London. Sie war bereits 2018 in der von Anthony Huberman kuratierten Gruppenausstellung Other Mechanisms in der Secession zu sehen und hatte seitdem vielbeachtete Einzelausstellungen im Münchener Kunstverein (2020), Front Desk Apparatus, New York (2019), Christian Andersen, Kopenhagen (2019) und Cell Project Space, London (mit Rosa Aiello, 2019).