Oliver Laric, Photoplastik, Installationsansicht, Secession 2016, Foto: Iris Ranzinger
Oliver Laric, Photoplastik, Installationsansicht, Secession 2016, Foto: Iris Ranzinger

Oliver Laric

Photoplastik

22. April – 19. Juni 2016

Von Glyptotheken und Gipsabgusssammlungen beeindruckt, verwandelt Oliver Laric mit seiner Ausstellung Photoplastik den Hauptraum der Secession in eine Skulpturenhalle, die seine Bearbeitungen von Werken unterschiedlicher Epochen von der Antike bis zur Gegenwart versammelt und mit Objekten aus Populärkultur und Naturwissenschaft verbindet. Die gesamte Ausstellung wurde von Laric eigens für die Secession konzipiert und enthält ausschließlich neue Werke, die wie viele Arbeiten des Künstlers der letzten Jahre großteils im 3D-Verfahren gedruckt wurden. Die auf den ersten Blick überraschende Zusammenstellung von Skulpturen lässt sich entlang thematischer Schwerpunkte, die stark verkürzt unter den Begriffen Form, Technologie, Politik und Recht zusammengefasst werden können, als eine Erzählung über Kunst und Technologie lesen.

Laric verbindet und überträgt Qualitäten aus dem digitalen Bereich wie einfache Reproduzierbarkeit, unendliche Wandelbarkeit und schnelle Verbreitung mit scheinbarer Leichtigkeit in den physischen Raum. Seine Skulpturen basieren auf Kunstwerken und Objekten, die er im Fall der Wiener Ausstellung im Kunsthistorischen Museum, in der Albertina, am Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien und im öffentlichen Raum gescannt hatte, ehe sie einen aufwendigen 3D-Modellierungsprozess durchliefen und für den „Druck“ bereit waren.

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Oliver Laric, geboren 1981 in Innsbruck, lebt und arbeitet in Berlin.