Nora Schultz
Nora Schultz, Stative auf der Flucht / The Tripod’s escape, Installationsansicht Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, 2013

Nora Schultz

27. Juni – 31. August 2019

Die deutsche Konzeptkünstlerin Nora Schultz entwirft raumgreifende Installationen und skulpturale Soundarbeiten. Performance und Video zählen ebenso zu ihrer künstlerischen Praxis und ergänzen sich mit den Skulpturen innerhalb der Installationen.

Selbstgebaute, improvisierte Druckmaschinen bildeten oft den Ausgangspunkt für und Kern von skulpturalen und performativen Interventionen. Ihr Interesse galt dabei der Bedeutung maschineller Bildproduktion, ihrer Eigendynamik und der sich demgegenüber ändernden Position der Künstlerin/Autorin. In jüngster Zeit verwendet sie oft unterschiedliche Kameras (GoPro, Videodrohne etc.) als maschinelle, nur bedingt kontrollierbare “Co-Produzenten” in ihrem Prozess. Alltagsgegenstände, Sprache, Aufzeichnungssysteme und kulturelle Verschiebungen spielen in Schultz’ Arbeit ebenso eine Rolle wie die Beobachtung und kritische Involvierung des Ausstellungsraumes und der Künstlerin selbst als Produzentin der Arbeit. In performativen Interaktionen entwickelt sie oft große Installationen, die die Strukturen des Raums mit einbeziehen, ihn komplett vereinnahmen und manchmal über seine Grenzen hinausragen. Gestaltungsprozesse, Handlungen, die ursächlich mit den verwendeten Materialien verbunden sind, und die Setzung von Objekten und Aktionen zueinander verleihen ihren künstlerischen Interventionen eine gewisse Spannung.

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Nora Schultz, geboren 1975 in Frankfurt am Main, studierte an der Städelschule in Frankfurt und am Bard College in New York und lebt derzeit in Boston.