Michael E. Smith, Ausstellungsansicht Secession 2020, Foto: Oliver Ottenschläger

Michael E. Smith

21. Februar – 6. September 2020

Michael E. Smith produziert Skulpturen, Installationen, Objekt-Collagen und Videos; er setzt zum Teil interaktive Klanginstallationen ein und versteht den jeweiligen Ausstellungsraum als aktiven Dialogpartner bei der Entstehung der Ausstellung. Seine Installationen eröffnen einen Erfahrungsraum, der weit mehr als nur unseren Sehsinn anspricht. Er bezieht immaterielle Komponenten wie Licht, Geräusche und gewohnheitsmäßige Abläufe ein und zielt auf die Schärfung der Wahrnehmung insgesamt.

Die Entwicklung neuer Arbeiten und Ausstellungen beginnt für gewöhnlich im Atelier, wo der Künstler zunächst „Materialskizzen“ erstellt: Lose Arrangements, in denen er die Gegenstände hinsichtlich ihres Potentials als Bedeutungsträger testet. Erst während er die Werke im jeweiligen Ausstellungskontext installiert, finalisiert er sie, und viele Arbeiten nehmen überhaupt erst in dieser Phase konkrete Form an oder entstehen spontan. Seine Ausstellungen zeichnen sich durch den sparsamen Einsatz der Mittel und das Wissen um die Ausdruckskraft formaler Beziehungen aus. Mit gezielt platzierten Werken baut er einen Spannungsbogen zwischen den Objekten, ihrem Umgebungsraum und seinen mitunter auch immateriellen Interventionen auf. Die Konzentration auf wenige Objekte im Raum erzeugt den Eindruck von Weite und Leere, die – als Metaphern für die Einsamkeit und das Ausgesetzsein des Menschen überhaupt – den einzelnen Werken größere Bedeutung verleihen und zugleich integraler Teil der Arbeiten werden.

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Michael E. Smith, geboren 1977 in Detroit, lebt in Providence, Rhode Island, USA.