Laura Owens, installation view, Secession 2015, Foto: Jorit Aust

Laura Owens

2. Juli – 30. August 2015

Laura Owens gehört zu einer Generation von KünstlerInnen, die durch technisches Können, Experimentierfreude und nicht zuletzt über die Einbeziehung digitaler Medien und Bildbearbeitungstechniken den zeitgenössischen Malereidiskurs wesentlich prägen. Die in Los Angeles lebende Künstlerin hat bereits Ende der 1990er-Jahre Aufmerksamkeit erregt und große Erfolge gefeiert. 2003 widmete ihr das Museum of Contemporary Art in Los Angeles als bis dahin jüngster Künstlerin eine Retrospektive. Bekannt wurde Owens mit großformatigen Gemälden und einer spezifischen Bildsprache, die von Referenzen an die Kunstgeschichte, Anleihen bei der Populär- und Volkskultur sowie visuellen Traditionen nicht-westlicher Kulturen inspiriert ist. Formal zeichnen sich ihre Arbeiten durch die Verbindung unterschiedlicher Techniken, Medien und Motive sowie deren Überlagerungen aus. Sie bedruckt, bemalt, besprüht, bestickt, beklebt ihre Leinwände und versieht sie mitunter mit Objekten. Daneben nutzt Owens Mal- und Bildbearbeitungsprogramme als gleichwertige Arbeitsmittel. Dieser Zugang zur Malerei bringt eine permanente Veränderung ihrer Bildsprache mit sich; ihr Arbeitsprozess ist durch umfassende Vorarbeiten, Studien und technische Experimente geprägt. Wenn die eigentliche Arbeit an der Leinwand beginnt, stehen die wesentlichen Parameter des Gemäldes schon fest. Owens’ Bildräume sind kompositorisch komplex und gekennzeichnet von sich überlagernden Ebenen, die zwischen formalen und inhaltlichen Bezügen wechseln.

mehr

Laura Owens, geboren 1970 in Euclid, Ohio (USA), lebt und arbeitet in Los Angeles.