Lara Almarcegui, Bauschutt Hauptraum Secession, 2010, Installationsansicht, Secession 2010, Foto: Wolfgang Thaler

Lara Almarcegui

10. September – 7. November 2010

Die in Spanien geborene und in Rotterdam lebende Künstlerin Lara Almarcegui thematisiert in ihren Projekten städtische Transformationsprozesse als Folge von politischen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen. Seit Mitte der 1990er-Jahre richtet sie ihren Blick auf urbane Gegebenheiten, die in der Regel nicht im Zentrum der Wahrnehmung stehen: Brachflächen, Baumaterialien, Unsichtbares. In ihrer ersten Einzelausstellung in Österreich hat Lara Almarcegui für die Secession drei neue Arbeiten entwickelt, die in starkem Bezug zur Stadt Wien und zum geschichtsträchtigen Ausstellungshaus stehen, die andererseits aber auch auf frühere Werke der Künstlerin rekurrieren, die sie in den verschiedensten Städten weltweit entwickelt hat.

Lara Almarcegui arbeitet häufig im Außenraum. Zahlreiche internationale Projekte hat sie bereits durchgeführt, von der Renovierung eines zum Abriss bereitstehenden Marktes in San Sebastián (Spanien) über die intensive Auseinandersetzung mit Brachflächen in Rotterdam, Bilbao, São Paulo, Lissabon und Amsterdam. Sie sammelt historische, geografische, ökologische und soziologische Fakten über brachliegende Flächen im Stadtraum, die sich bald verändert haben werden, sie dokumentiert und befragt ExpertInnen. „Jedes Brachland hat seine eigenen spezifischen Charakteristika. Ich versuche, so detailreich wie möglich zu sein, ich zoome hinein. So kann die Einzigartigkeit eines Ortes erkennbar werden.“ Lara Almarcegui bündelt diese Informationen in Guides, Broschüren, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der teils öffentlich, teils privat genutzten Freiflächen sachlich und nüchtern darstellen.

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Lara Almarcegui, geboren 1972 in Zaragoza (Spanien), lebt und arbeitet in Rotterdam.