Kris Lemsalu, Father is in town, 2012

Kris Lemsalu

15. November 2018 – 15. Januar 2019

Die estnische Künstlerin Kris Lemsalu schafft in ihren Skulpturen, Installationen und Performances Verschmelzungen von Tieren mit Menschen, Natürlichkeit mit Künstlichkeit, Schönheit mit Abstoßung, Leichtigkeit mit Schwerkraft, Leben mit Tod. Sie kombiniert Tierkörper und Objekte aus Porzellan mit gefundenen (Natur-)Materialien wie Fellen, Leder, Muscheln, Wolle oder Papier und entführt uns mit ihren inszenierten Installationen in eine Welt der Fantasie. In dem Bestreben, keine Distanz zwischen ihr und den Objekten zu wahren, dienen Lemsalus Installationen auch als Bühne für ihre eigenen Performances, in denen die Skulpturen Teil ihrer Kostüme werden.

Obwohl die Künstlerin oft dunkle, raue Themen in ihren Werken abbildet, wirken diese gleichzeitig zart und zerbrechlich und nehmen Bezug auf antike Mythologien und Rituale unterschiedlicher Kulturkreise. Lemsalus Kunst umfasst neben abstrakten Skulpturen auch Selbstporträts und Fotos. In diesen stellt sie sich oft als Wesen mit männlichen wie weiblichen Merkmalen dar und schafft exotisch anmutende, vorübergehende Identitäten, indem sie Textilien, Make-up, Perücken und andere Requisiten kombiniert.

Kris Lemsalu hat Keramik an der Estnischen Kunstakademie in Tallinn und anschließend an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert.

Kris Lemsalu, geboren 1985, lebt und arbeitet in Tallinn, Estland und Berlin.