Korpys/Löffler, Ausstellungsansicht, Secession 2007, Foto: Pez Hejduk

Korpys / Löffler

29. November 2007 – 3. Februar 2008

Seit Anfang der 1990er-Jahre befassen sich Andree Korpys und Markus Löffler mit der Frage, wie Wirklichkeit in medial vermittelten Bildern konstruiert und inszeniert wird. Eine wesentliche Motivation ist dabei die Hinterfragung des postulierten und gemeinhin akzeptierten Wahrheitsgehalts dieser Inszenierung. Ihre künstlerisch-investigativen Arbeiten fokussieren insbesondere Orte und Strukturen von Macht sowie deren Repräsentation durch Architekturen, Hierarchien, Kontrollmechanismen oder Gewaltausübung. Allerdings richten die Künstler den Blick – entgegen allen Erwartungen – auf scheinbar Nebensächliches, wie beispielsweise auf Nebenschauplätze von historisch-politischen Events oder auf beiläufige Handlungen der dargestellten Neben- und Hauptpersonen. Diese belanglosen, unspektakulären Momente reflektieren eine Funktionsweise von Macht, die gerade auch in unsichtbaren Momenten bzw. abgeschirmt von der Öffentlichkeit zur Geltung kommt. Korpys / Löffler kombinieren dabei Fiktionales, Biografisches und Dokumentarisches in Videos, Zeichnungen, Fotografien und komplexen Installationen, um immer neue, alternative Erzählstränge und Bildbezüge zu den massenmedial diktierten, d.h. offiziellen Imagekampagnen zu entwerfen.

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Andree Korpys, geboren 1966 in Bremen, lebt in Berlin.
Markus Löffler, geboren 1963 in Bremen, lebt in Bremen.