Korakrit Arunanondchai, Ausstellungsansicht, Secession 2019, Courtesy of the artist, Clearing, New York & Carlos/Ishikawa, London, Foto: Sophie Thun

Korakrit Arunanondchai

13. September – 10. November 2019

Der Künstler und Filmemacher Korakrit Arunanondchai richtet in einem einzigen umfangreichen Werkkomplex das Augenmerk auf die Idee eines „lebenden Archivs“. Sein Interesse gilt dabei Beziehungen, die lange Zeit fortdauern und sich mit den Menschen und ihren Körpern verändern. Diese weisen eine Parallele zur Entwicklung der Geschichtsschreibung auf ohne jedoch an deren Linearität und zentraler Erzählperspektive festzuhalten. Die Hauptfigur seiner fortlaufenden Videoreihe with history in a room filled with people with funny names (2012 – ) ist ein erfundener Maler, der stets Denim als Malgrund verwendet und damit ein Gewebe, das unterschiedliche Welten und Kontexte verbindet: Denim ist ein Material, das aus dem Westen kommt, als Stoff der Arbeiterklasse populär wurde und schließlich als eine Art Globalisierungsmaschine die Welt eroberte. Der Künstler sieht darin eine Parallele zur nicht grundierten Leinwand und deren Bedeutung für die westliche abstrakte Malerei. Der Jeansstoff dient ihm als Grund(lage), im wörtlichen Sinne für seine Malereien, die durch Action bzw. Body Painting entstehen, wie auch als narratives Element in seinen Filmen, in denen die DarstellerInnen alle Denim tragen. Zu diesen zählen langjährige FreundInnen, KollegInnen sowie Familienmitglieder des Künstlers, insbesondere seine Großeltern.

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Korakrit Arunanondchai, geboren 1986 in Bangkok, lebt und arbeitet in New York und Bangkok.