Julia Haller, Smile from the Streets You Hold, Ausstellungsansicht, Secession 2015 © Secession

Julia Haller

Smile from the Streets You Hold

20. November 2015 – 31. Januar 2016

Julia Haller setzt sich mit Konventionen und der Geschichte der Malerei auseinander und versucht, diese in ihren Arbeiten hinter sich zu lassen.

2012 waren in ihrer Ausstellung Phtata in der Reisebürogalerie in Köln die Leinwände eigenwillig verzogen, als ob der Stoff zu stark gespannt wäre. Sie lösten sich von der Wand und bekamen etwas Objekthaftes, das der Flachheit des Mediums der Malerei widersprach. Auf grundierte Leinwände malte Haller, die textuelle Bildhauerei bei Heimo Zobernig an der Akademie der bildenden Künste in Wien studierte, mit geometrischen Grundformen ornamentartige Muster oder Flächen in dünn-lasierenden Farben, die sich vom Hintergrund abhoben.

Die Bandbreite der Materialien, die die Künstlerin verwendet, reicht von Knochen- und Hasenleim, Schellack, Acrylfarbe und Gouache bis zu Eisenoxidpigment. In der kleinformatigen Serie ohne Titel (2014), die unter anderem in der Ausstellung Passion in der Galerie Christian Andersen zu sehen war, erzeugt eine mit tiefschwarzem Eisenoxid bemalte Leinwand hinter Glas eine stark spiegelnde, violett-blau changie-rende Oberfläche, in der sich erst allmählich Flächen und Linien abzuzeichnen beginnen – fast als wollten sie nicht entdeckt werden.

mehr

Julia Haller, geboren 1978 in Frankfurt/Main, lebt und arbeitet in Berlin und Wien.