Jens Haaning, An Average Austrian Year Income, Ausstellungsansicht, Secession 2007, Foto: Pez Hejduk

Jens Haaning

An Average Austrian Year Income

6. Juli – 9. September 2007

Grenzen, die es zu überschreiten oder zu setzen gilt, Unterschiede, Ein- und Ausschlüsse sind ein zentrales Thema in den Arbeiten von Jens Haaning. Denn Grenzen – territoriale, nationale, sprachliche, soziale, ökonomische, kulturelle, rechtliche – regulieren das Zusammenleben unterschiedlicher Menschen und Interessensgruppen. Der dänische Künstler wurde mit institutionskritischen Arbeiten in den 1990er-Jahren bekannt. Seine Projekte fragen nach dem Politischen in der Kunst, wenn sie die Schnittstelle zwischen gesellschaftlicher Realität und kunstinstitutionellem Kontext auf ebenso verblüffende wie hintergründige Weise ausloten.

Haaning beschäftigt dabei vornehmlich die Frage, wie sich eine Gesellschaft konstituiert und wie Macht darin ausgedrückt und kommuniziert wird. Wer wird in welcher Form repräsentiert, wer hat überhaupt eine Stimme? Er richtet seine Aufmerksamkeit auf diejenigen, denen es nicht vergönnt ist, sich selbst in das dominante System einzuschreiben und dieses mitzubestimmen oder zu reflektieren. In seiner Arbeit legt Jens Haaning einen besonderen Fokus auf Integrationsprozesse von ImmigrantInnen und das Aufzeigen von kultureller Komplexität. Stets agiert er mit beispielhaften, alltäglichen Situationen.

mehr

Jens Haanig, geboren 1965 in Hoersholm, lebt und arbeitet in Kopenhagen, Dänemark.