Guido van der Werve, Ausstellungsansicht, Secession 2013, Foto: Wolfgang Thaler

Guido van der Werve

at war with oneself

23. November 2013 – 19. Januar 2014

Der niederländische Video- und Performance-Künstler Guido van der Werve stellt sich als Protagonist seiner Filme großen körperlichen Anforderungen. In seinen Arbeiten sucht er Zugänge zur Welt- und Selbsterfahrung, indem er den existenzialistischen Wettbewerb mit sich selbst in Szene setzt. Die Umsetzung der konzipierten Ereignisse wird von ihm jedoch nicht nur dokumentiert, sondern vielmehr als Ausgangspunkt genommen, um sie in komplexen Erzählungen über physisches Durchhaltevermögen, den Kampf mit der (eigenen) Natur, das Vergehen von Zeit und die unkontrollierbare Dynamik des Zufalls zu verdichten. Strukturell verankert van der Werve, der auch über eine klassische Ausbildung als Pianist verfügt, seine Erzählungen häufig durch Bezüge zu Biografien von Komponisten wie Rachmaninow oder Chopin sowie durch eigene Kompositionen. So entstehen Arbeiten, die mittels körperlicher Anstrengung die Determinanten von Raum und Zeit vermessen und zugleich von einer tiefen Melancholie und der Verarbeitung von Einsamkeit zeugen.

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Guido van der Werve, geboren 1977 in Papendrech (Niederlande), lebt und arbeitet in Berlin und Finnland.