Emily Roysdon, Comedy of Margin Theatre, Ausstellungsansicht, Secession 2015, Foto: Iris Ranzinger

Emily Roysdon

Comedy of Margin Theatre

11. September – 1. November 2015

17. How can we build a structure to be alive inside? To to to-wards a building of space and commons that privileges movement and margins.

(Emily Roysdon, aus Uncounted)

Für ihre erste Einzelausstellung in Österreich entwickelte Emily Roysdon eine räumliche Inszenierung, deren Charakter zwischen Installation und Bühne oder Performanceraum bewusst offen bleibt. Konzeptueller Ausgangspunkt der Ausstellung ist Roysdons Text Uncounted, in dem sie ein Vokabular ihrer Vorstellungen von Performance und Zeit entwickelte. In 23 kurze Kapitel unterteilt, umschreibt er in offener Form anhand von Zitaten, poetischen Gedanken und philosophischen Betrachtungen ihre Reflexionen zu Zeit, Theater, Performance, Hierarchien, Widerstand und emanzipatorischen Praktiken. Mit der Zeit wurde der Text für die Künstlerin zu einer Art Drehbuch. Für die Ausstellung in der Secession hat sie sich speziell auf drei Punkte des Textes konzentriert: „Lebendigkeit überschreitet Grenzen, ist sich ihrer Randständigkeit nicht bewusst“, „als ungelöstes Problem performen“ und „eine Struktur, in der Leben möglich ist“.

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Emily Roysdon, geboren 1977 in Maryland (USA), ist Künstlerin und Autorin und lebt und arbeitet in New York und Stockholm. Ihre Herangehensweise ist interdisziplinär und in den letzten Jahren entstanden Projekte in Form von Performances, Fotoinstallationen, Drucken, Texten und Videos; außerdem kuratiert sie und arbeitet mit anderen KünstlerInnen zusammen. Sie ist Mitgründerin des queer-feministischen Kunstkollektivs LTTR und Mitherausgeberin der gleichnamigen Zeitschrift.