Ed Ruscha, OUR FLAG (reverse), 2018, exhibition view Secession 2018, photo: Sophie Thun, Courtesy of the artist and Gagosian

Ed Ruscha

Double Americanisms

16. November 2018 – 20. Januar 2019

Ed Ruscha schuf mit seinen Werken, die konzeptuelle Fotografie, Malerei, Zeichnung, Künstlerbücher, Druckgrafik und Film umfassen, ein einzigartiges künstlerisches Vokabular, das seit mehr als 60 Jahren die Entwicklung des amerikanischen Westens und insbesondere von Los Angeles aufzeigt. Er gilt als nüchterner und unvoreingenommener Zeitzeuge, als Chronist, gleichzeitig direkt und enigmatisch, mit einem feinen Sensorium für Wortwitz und Situationskomik. Die Konzeption seiner jüngsten Ausstellung präsentiert Ruscha nicht nur als scharfsinnigen Beobachter, sondern auch als Meister der Anspielung und als virtuosen und humorvollen Erzähler. In Double Americanisms zeigt er überwiegend neueste Arbeiten und überrascht mit einem revisionistischen Blick auf sein eigenes Oeuvre. Zu sehen sind insgesamt 57 Werke – neben konzeptuellen Digitaldrucken und einer umfassenden Serie von gemalten Spruchbildern auch von Hand bearbeitete Buchobjekte und Künstlerbücher in Vitrinen.

Sprache in Form von Texten oder einzelnen Worten fand früh Eingang in die Bildwelt Ruschas und seit den 1960er-Jahren entwickelte er in seiner Malerei ein zunehmend komplexes Verhältnis zwischen Bild und Text. Er beschreibt seine Kunstproduktion als Reaktion, als beinahe unbewussten Reflex, der sehr oft durch zufällig aufgeschnappte Worte ausgelöst wird, und die Werkauswahl zeigt deutlich, welch großen Stellenwert er Sprache in seiner Kunst einräumt. Der überwiegende Teil der ausgestellten Arbeiten handelt von Sprache, sei das in Form von gemalten Worten und Sätzen oder in Form der zahlreichen in Vitrinen ausgestellten Bücher.

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Ed Ruscha, geboren 1937 in Omaha (Nebraska), lebt und arbeitet in Los Angeles.