Die Regierung. Paradiesische Handlungsräume, Ausstellungsansicht, Secession 2005, Foto: Matthias Herrmann

Die Regierung. Paradiesische Handlungsräume

Sonia Abián / Carlos Piegari, Ibon Aranberri, Maja Bajević, James Coleman, Alice Creischer, Danica Dakić, Ines Doujak, Peter Friedl, Andrea Geyer, Sanja Iveković, Ambrogio Lorenzetti, Rainer Oldendorf, Lisl Ponger, Alejandra Riera / Fulvia Carnevale, Dierk Schmidt, Allan Sekula, Andreas Siekmann, Hito Steyerl, Jürgen Stollhans, Archivo Tucumán Arde (Graciela Carnevale), Francesca Woodman, Olivier Zabat u.a.

Kuratiert von Ruth Noack und Roger M. Buergel

24. Februar – 24. April 2005

Hat es Sinn, die Regierung nicht im Sinne von HandlungsträgerInnen zu denken, sondern im Sinne von Handlungen? – Hat es Sinn, auf die Milosevics, Berlusconis, Putins, Bushs und Schüssels dieser Welt zu verzichten und sich für eine Weile in der Schönheit der politischen Abstraktion zu ergehen? Für eine Weile, die ungefähr so lange währt wie ein Ausstellungsbesuch?

Das Thema dieser Ausstellung ist nicht sonderlich originell. Bereits Mitte des 14. Jahrhunderts interessierte sich die Kunst für eine Darstellung der Wirkung von Regierung – auf Menschen, Tiere, Landschaften und Ökonomien (Ambrogio Lorenzetti, Allegorie der guten und der schlechten Regierung, Rathaus Siena). In ähnlichem Sinne, obgleich ein paar Jahrhunderte später, machte der französische Philosoph Michel Foucault den Vorschlag, Regierung im Sinne von Handlungen zu verstehen, die auf andere Handlungen (die Handlungen anderer) einwirken.

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