Cinthia Marcelle, Dust Never Sleeps, Ausstellungsansicht, Secession 2014, Foto: Oliver Ottenschläger

Cinthia Marcelle

Dust Never Sleeps

11. September – 2. November 2014

Cinthia Marcelle hat vielfach Situationen und performative Aktionen in öffentlichen Räumen inszeniert, um mit diesen Interventionen Alltagshandlungen in poetische Ereignisse zu transformieren. Video und Fotografie dienen dabei als künstlerische Mittel der Dokumentation. Die Künstlerin hat die Ruine als Allegorie für Geschichte jenseits von einem Schönheitsbegriff immer wieder thematisiert. Dabei nimmt sie Bezug zu Walter Benjamins Auffassung von Geschichte als Vorgang eines unaufhaltsamen Verfalls. Ein Material, das Marcelle wiederholt verwendet hat, ist Staub. Die losen Partikel werden in klar abgegrenzte Räume gesprüht und markieren, sobald sie sich gesetzt haben, einen neuen Raum. Die abgelagerten Schichten von Staub und Schmutz verkörpern zugleich die Materialisierung von Zeit.

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Cinthia Marcelle, geboren 1974 in Belo Horizonte (Brasilien), lebt und arbeitet in São Paulo.