Brian Jungen, Prototype for New Understanding, 1998-2003, Installationsansicht, Secession 2003, Foto: Matthias Herrmann

Brian Jungen

18. September – 16. November 2003

Die Skulpturen von Brian Jungen zählen zu den zentralen künstlerischen Beiträgen in der aktuellen Neuformulierung von ethnologischen und kultur-evolutionären Blickweisen. Jungen, der der Kultur der kanadischen Dàne-Zaa-Indianer (First Nations) angehört, verfolgt hierbei nicht die Reanimation einer marginalisierten (Bild-)Sprache und Symbolik. Vielmehr zeigen seine Arbeiten Kultur als eine Fusion von Kulturen, so dass der Glaube an eine Authentizität aber auch eine Vorrangstellung sowohl in bezug auf eine „indianische“ als auch eine dominante westliche Tradition in Frage gestellt wird. Darüber hinaus betonen seine Arbeiten die Bedeutung einer ästhetischen Sprache als Werkzeug für eine emanzipatorische Kulturkritik.

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Brian Jungen, geboren 1970, lebt und arbeitet in Vancouver.