Antje Schiffers, Großes Bauern-Theater, Ausstellungsansicht, Secession 2007, Foto: Pez Hejduk

Antje Schiffers

Großes Bauern-Theater

6. Juli – 9. September 2007

Antje Schiffers interessiert sich für die Lebenswirklichkeiten verschiedener Gesellschaftsgruppen und dafür, wie ökonomische, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen – auf lokaler wie globaler Ebene – deren Alltag prägen. Dazu lernt sie verschiedene Sprachen und reist viel; das Unterwegssein ist Teil ihrer künstlerischen Arbeitsweise, denn der Austausch von Erfahrungen passiert immer in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen KooperationspartnerInnen und ist meist als Tauschhandel organisiert. Im Gegenwert für Produkte ihrer künstlerischen Arbeit erhält Schiffers Texte, Videos, Alltagsgegenstände oder Gastfreundschaft. Der vordergründig nüchterne Tausch wirft aber zugleich die Frage der Bewertung verschiedener Tätigkeiten auf, bringt Diskurse um Gebrauchswert und Kunstwert, verbunden mit der romantischen Vorstellung des Künstlergenies ins Spiel. Diese Arbeitsmethode bedingt die direkte Beteiligung der Involvierten einerseits, gleichzeitig ist ein analytisch-distanzierter Blick Voraussetzung, die hintergründigen Überlegungen zu den unterschiedlichen „Betriebssystemen“ der Gesellschaft spürbar vermitteln zu können.

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Antje Schiffers, geboren 1967 in Heiligendorf, lebt und arbeitet in Berlin.