Anthea Hamilton, The New Life, Ausstellungsansicht Secession 2018, Foto: Sophie Thun, Courtesy die Künstlerin und Thomas Dane Gallery

Anthea Hamilton

The New Life

14. September – 4. November 2018

Anthea Hamiltons interdisziplinärer Zugang zu Performance wird in ihren skulpturalen Assemblagen und Installationen deutlich, die sie als „performative Räume“ bezeichnet und die durch ihre Ausrichtung auf eine Schauseite an Bühnenbilder oder Filmsets erinnern. Ihre Skulpturen, eigenwillige Gebilde an der Kippe von Entstehung und Zusammenbruch, fungieren darin wie Requisiten für Geschichten, die erst erzählt werden müssen.

Ihr Werk basiert auf der einen Seite auf tiefgehender Recherche, unabhängig davon ob es sich um die Auseinandersetzung mit kulturellen Strömungen wie dem Phänomen Disco der 1970er-Jahre, um kunsthistorische Bezugspunkte wie den Jugendstil, Radical Design oder das japanische Kabuki Theater, Dokumentarfotografie oder um Flechten handelt, die sie als eine Art Linse für das Verständnis der Welt begreift. Die Künstlerin interessieren aber auch gleichermaßen die Eigenschaften und Eigenheiten von Räumen, auf die sie mit ortsbezogenen Installationen reagiert und die Herstellung und Präsentation sorgfältig gefertigter Objekte, welchen sie große Aufmerksamkeit schenkt. Indem sie Bilder, die sie sammelt als überlebensgroße physische Objekte ausführt – eine Zeichnung von Robert Crumb beispielsweise oder ein Modell für eine Tür des italienischen Designers und Architekten Gaetano Pesce – thematisiert sie wie wir unsere Umgebung wahrnehmen, räumlich, in Form von Bildern, aber auch mit Blick auf das Spektakel.

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Anthea Hamilton, geboren 1978 in London, lebt und arbeitet in London.