Anne Speier, Die Schwestern Fleiß, 2018, Installationsansicht Secession 2018, Foto: Secession, Courtesy die Künstlerin und Galerie Meyer Kainer

Anne Speier

14. September – 4. November 2018

Die Arbeiten von Anne Speier dokumentieren häufig, wie sich Objekte und Figuren dehnen und verformen, um einerseits die Grenzen der ihnen zugeschriebenen Bedeutung, ihre Möglichkeiten und Beziehungen zueinander zu verstehen und andererseits über sie hinauszugelangen. Genauso dehnt die Künstlerin aber auch die Medien selbst, mit denen sie arbeitet. Ästhetik ist dabei ein Mittel, bestimmte Erwartungen auszuhebeln, Absurdität und Andersartigkeit sind ein anderes.

In ihrer Ausstellung im Untergeschoss der Secession verschränkt Anne Speier Malerei und Skulptur zu einer Form von utopischer Architektur, deren räumliche Bedingung mit ihrer metaphorischen Bedeutung kurzgeschlossen wird.

Die Ausstellung untersucht die Herausforderungen, vor die Lehrende und Studierende sich an einer Bildungsinstitution für Kunst gestellt sehen. Dazu folgt sie Bildern und Installationen, die als psycho-emotionale Topografien dem Misstrauen gegen die Kunstausbildung und damit der Hierarchisierung von Ästhetik einen ambivalenten Wunsch nach der Verantwortung entgegensetzen, die es braucht, um die umgebenden Dinge zu sezieren und daraus Neues schaffen zu können.

mehr

Anne Speier, geboren 1977 in Frankfurt am Main, studierte dort an der Städelschule und lebt derzeit in Wien, wo sie im Fachbereich für Objekt-Bildhauerei der Akademie der bildenden Künste unterrichtet.