Alex Da Corte, Slow Graffiti, Ausstellungsansicht, Secession 2017. Courtesy Maccarone, New York, Gió Marconi, Mailand und David Risley Gallery, Kopenhagen, Foto: Sophie Thun

Alex Da Corte

Slow Graffiti

6. Juli – 3. September 2017

So how about it?
Show me please how I will look in twenty years
And let me please
Interpret history in every line and scar that’s painted
There in front of me
Belle and Sebastian, Slow Graffiti (1998)

The monster turned out to be the best friend I ever had. He changed the whole course of my life.
Boris Karloff on Frankenstein in 1963

Das Werk des US-amerikanischen Künstlers Alex Da Corte umfasst Videos, Skulpturen, Gemälde und raumfassende Installationen, an denen vor allem ihre filmische Qualität hervorsticht. Die Auseinandersetzung mit der Komplexität menschlicher Erfahrung steht im Mittelpunkt seines Werks, etwa wenn er schlaglichtartig Fragen von Begehren, Sinnlichkeit und Entfremdung beleuchtet. Der Künstler interessiert sich dabei für die kulturellen und psychologischen Eigenschaften, die die von ihm manipulierten und zweckentfremdeten Alltagsgegenstände besitzen, wie auch für ihre Unbestimmtheit, die Raum für einen Zustand der Täuschung und Illusion schaffen. Beim Ausloten des formalen Potenzials von Artefakten der Konsumkultur verdreht Da Corte ihren unmittelbaren Angebotscharakter, sodass sie neue symbolische Kraft entfalten – nunmehr als skulpturale Objekte etwa in seinen Videos und Installationen. Farben und Texturen werden augenscheinlich mit großem Geschick eingesetzt, um die BetrachterInnen zu berühren und die Stimmung, in der sie die vom Künstler gestalteten Umgebungen erleben, zu beeinflussen.

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Alex Da Corte, geboren 1980 in Camden (New Jersey, USA), lebt und arbeitet in Philadelphia.