18. Mai 2017

Tatiana Lecomte: Meine erste Löwin & 6/3 – 8/29/2013

Buchpräsentation

Doppelte Buchvorstellung mit Tatiana Lecomte, Reinhard Braun und Franz Thalmair

Meine erste Löwin
Das fotografische Ausgangsmaterial, mit dem Tatiana Lecomte in freier Assoziation hantiert, das sie sich »ausborgt«, wie sie ihren Umgang damit selbst bezeichnet, ist nicht nur in einem allgemeinen historischen Zusammenhang zu sehen, sondern insbesondere auch in der Geschichte der Fotografie verankert. Bilder, die Safaris in Afrika dokumentieren und das Erlegen der Tiere zu Heldentaten stilisieren, Fotos zur Haustierzucht, die ein romantisch-verklärtes Bild zeichnen, medizinische Abbildungen, Illustrationen für Kochrezepte, Unterwäschewerbung. In ihrer Arbeit verweist Lecomte immer wieder auf Geschichte als Laboratorium von Macht und Gewalt, ein Laboratorium, das auch von Blicken und Bildern beherrscht wird. Sie nimmt die Rolle derjenigen ein, die zeigt, was bereits zu sehen war und was dadurch verdeckt und in der Sichtbarmachung verschwiegen wurde. Meine erste Löwin ist sowohl eine Montage als auch eine Reflexion über das Prinzip der Montage – und letztendlich über die Möglichkeiten und Bedingungen der Fotografie selbst.

Herausgegeben von Reinhard Braun mit einem Text von Franz Thalmair.
Deutsch / Englisch, 96 S., zahlr. Abb. in s/w, 21 x 15 cm, broschiert
Edition Camera Austria, Graz
ISBN 978-3-902911-33-9

Mit freundlicher Unterstützung von BKA, Kulturabteilungen der Stadt Graz und der Steiermärkischen Landesregierung.

6/3 – 8/29/2013
2013 verbringe ich 88 einsame Tage in New York City. Jeden Tag, an dem ich in der Stadt bin, stelle ich meine Kamera im Atelier auf und mache aus der gleichen Position zwei Fotos, eines aus dem Fenster und eines von meinem Gesicht. Die Traueranzeigen, die diese Bilderpaare im Buch begleiten, stammen aus der New York Times.

Herausgegeben von Tatiana Lecomte
Englisch, 272 S., 162 Abb., 19,5 x 14 cm, broschiert
Revolver Publishing, Berlin
ISBN 978-3-95763-372-9
Die Publikation wurde ermöglicht durch die Unterstützung von BKA, Otto Mauer Fonds und Bildrecht Wien.