16. November 2017

R. H. Quaytman im Gespräch mit Joseph Koerner

Ausstellungsgespräch

In englischer Sprache

Eine Veranstaltung der Freunde der Secession

R.H. Quaytman folgt in ihrem künstlerischen Schaffen seit 2001 einem von ihr festgelegten System. Sie legt ihre Werkzyklen in Kapiteln, sogenannten „Chapters“ an, in denen sie sich mit thematischen und formalen Gesichtspunkten der Malerei auseinandersetzt. Quaytman setzt für jedes einzelne ihrer „Chapter“ zu intensiven Recherchen an, aus denen Werke mit einem komplexen Assoziationsgeflecht mit historischen und biographischen Bezügen entstehen. Für ihre Ausstellung in der Secession mit dem Titel An Evening. Chapter 32 nimmt sie das auf ihre Initiative jüngst restaurierte Gemälde Die persischen Frauen des Flamen Otto van Veen (1556–1629) als Ausgangspunkt. R.H. Quaytman ist in den Sammlungen vieler internationaler Museen wie MoMA, New York, Tate, London, und mumok, Wien vertreten. Ihre jüngsten Einzelausstellungen waren 2012 im Museum Abteiberg, Mönchengladbach, 2013 in der Renaissance Society in Chicago, 2015 im Tel Aviv Museum of Art und 2016 im MoCA, Los Angeles. 2017 nahm sie an der documenta14 in Kassel und Athen teil.

R.H. Quaytman lebt und arbeitet in New York.

 Joseph Leo Koerner ist Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der Harvard University. Er ist Sohn des in Wien geborenen Malers Henry Koerner. Zu seinen Publikationen zählen The Moment of Self-Portraiture in German Renaissance Art, The Reformation of the Image, Caspar David Friedrich and the Subject of Landscape und zuletzt Bosch and Bruegel: From Enemy Painting to Everyday Life. Er ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und der American Philosophical Association. Er hat Kunstdokumentationen für die BBC geschrieben und präsentiert; 2009 erhielt er den Distinguished Achievement Award der Andrew W. Mellon Foundation, mit deren Unterstützung er derzeit als Autor, Regisseur und Produzent an The Burning Child, einem Dokumentarfilm in Spielfilmlänge über das Wiener Interieur von Otto Wagner bis heute, arbeitet.