21. Februar 2020

John Akomfrah im Gespräch mit Osei Bonsu

Ausstellungsgespräch

Der Künstler und Filmemacher John Akomfrah untersucht in seinen Filmen die Struktur von Erinnerung, die Erfahrungen von Migranten in ihren Diasporen und die historischen, gesellschaftlichen und politischen Hintergründe des Postkolonialismus. Als Gründungsmitglied des einflussreichen Black Audio Film Collective (1982–1998) arbeitet er bis heute mit seinen Künstlergefährten David Lawson und Lina Gopaul zusammen. Für seine filmischen Essays verflechtet er Archivmaterial aus verschiedenen historischen Epochen, Texte aus literarischen und klassischen Quellen und neu gefilmte Sequenzen miteinander. In der Secession zeigt John Akomfrah drei Filminstallationen: Vertigo Sea (2015), Peripeteia (2012) und Mnemosyne (2010). Ein wiederkehrendes und alle drei Filmarbeiten verbindendes Motiv ist das Wasser.

John Akomfrah, geboren 1957 in Accra, Ghana, lebt in London.

Osei Bonsu ist ein britisch-ghanaischer Kurator, Kritiker und Kunsthistoriker. Der Schwerpunkt seiner Ausstellungs- und Publikationsprojekte liegt auf transnationaler Kunstgeschichte und afrikanischer Kunst. 2017 kuratierte er die 10. Ausgabe von Satellites, eine Ausstellung im Auftrag des Jeu de Paume, Paris, und des Centre for Contemporary Art, Bordeaux. Seit September 2019 ist Bonsu Curator of Modern and Contemporary Art of Africa an der Tate Modern, London.

 

In englischer Sprache
Eine Veranstaltung der Freunde der Secession