16. Oktober 2018

Heinz Frank, Der Eigen-Epigone

Buchpräsentation

Teilnehmer am Podium: Georg Schöllhammer, Hermann Czech und Otto Kapfinger

Das Souterrain, ehemals eine Bäckerei in der Wiener Guntherstraße, nahe den Kleingärten der Schmelz und deren »Schutzhaus zur Zukunft«, ist der Schauplatz eines von Bildern, Skulpturen, verschiedenartigsten Wahrnehmungsapparaten, Objekten, Möbeln, Teppichen und Steinen sowie anderen Fundstücken aufgeführten Schauspiels, dessen Hauptdarsteller zum Beispiel das Nichts, die Unendlichkeit des Lochs, des Kreises, der seinem Mittelpunkt ewige Treue schwört, sind. Körper, die in sich sind, von Spiegeln erblickt, die nichts anderes als zueinander gewandt in ihre eigene Leere blicken. […]

Fast sein ganzes Leben lang hat Heinz Frank sich an diesem Ort eingehaust, zwei Stockwerke höher, in einer Wohnung, die der Elektrotechniker – und dann von Ernst Plischke am Wiener Schillerplatz gelehrte Architekt, Bildhauer, Zeichner und Sprachkünstler – bewohnte.
Diese Wohnung ist die Schatulle, in der Heinz Frank den Schlaf der Vernunft denkt. […]

Das Buch hält – mit dem Blick des Fotografen Wolfgang Thaler – einen Moment dieser Szenerie fest. Und es fixiert die Objekte gewordenen Spuren eines Denkens am Körper und der Unmöglichkeit vieler Sprachen, dieses Denken zu beschreiben, an einem Bild-Ort.

(Georg Schöllhammer)

 

Heinz Frank, Ich kehre mir den Rücken zu und trete in mich ein: Der Eigen-Epigone
21,5 x 28,4 cm, Broschur
184 Seiten
Sonderzahl Verlag
Wien 2018

 

Der Zugang zur Buchpräsentation erfolgt über den hinteren Seiteneingang.