10. Mai

Fate of Alien Modes, Filmmuseum

Filmprogramm

Filmmuseum Wien

10. 5. 2003
14 Uhr
Noël Burch, What Do Those Old Films Mean (GB 1985, Farbe, Ton, 3 von 6 Teilen à 25min)
Die sechsteilige Fernsehserie beschreibt die Entwicklung der Filmsprache in sechs verschiedenen Ländern (Amerika, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich und Russland) unter jeweils verschiedenen historischen, sozialen, politischen und filmischen Perspektiven.

Im Anschluss Gespräch mit Noël Burch

16.30 Uhr
Noël Burch/Thom Andersen, Red Hollywood (USA 1995, Farbe, Ton, 121min)
Dieser Dokumentarfilm beschäftigt sich mit der Geschichte linker und kommunistischer Regisseure, die im Hollywood der McCarthy-Ära Opfer der sogenannten „Hexenjagd“ wurden.

11. 5. 2003
14 Uhr
Derek Jarman, The Last of England (GB 1987, Farbe, Ton, 87min)
Einer der wichtigsten britischen Experimentalfilme der 80er Jahre, der alle Regeln konventioneller Erzählungen bricht, und sich einer subversiven Bildersprache bedient. Sein Hauptgewicht liegt auf einer kritischen Darstellung des gesellschaftlichen Zustands und des sozialen Niedergangs Englands am Ende der 80er.

16.30 Uhr
Nagisa Oshima, Koshikei (Tod durch Erhängen) (J 1968, s/w, Ton, 117min)
Oshima erzählt die Geschichte eines jungen Koreaners, der wegen einer angeblichen Vergewaltigung zum Tode verurteilt wird. In diesem Psycho-Drama, das als komplexer Bewusstwerdungsprozess angelegt ist, verkörpert der Koreaner symbolisch den Zustand und die Revolte des damaligen japanischen Lumpen-Proletariats.

1. 6. 2003
16 Uhr
Ulrike Ottinger, Freak Orlando (BRD 1981, Farbe, Ton, 126min)
„Eine Irrtümer, Inkompetenz, Machthunger, Angst, Wahnsinn, Grausamkeit und Alltag umfassende ‚Histoire du Monde‘ am Beispiel der Freaks von den Anfängen bis heute als kleines Welttheater in fünf Episoden erzählt.“ (U.O.)

18.30 Uhr
Morgan Fisher, Standard Gauge (USA 1984, Farbe, Ton, 35min)
Standard Gauge ist ein autobiografischer Bericht. Das Filmmaterial, das Fisher im Laufe der Zeit sammelte, setzt sich aus unterschiedlichsten 35mm-Streifen zusammen – dem Standardformat der Hollywoodindustrie. Der Film behandelt unter anderem das Thema des Produktionsformats: entsorgtes 35mm-Material wird als 16mm-Film projiziert.

19.15 Uhr
Shirley Clarke, The Cool World (USA 1963, Farbe, Ton, 95min)
Eine Zusammenarbeit von Clarke und dem afro-amerikanischen Autor Carl Lee. Der Film basiert auf einem Roman von Warren Miller über Jugendliche aus Harlem und steht exemplarisch für Clarkes gesellschaftskritische Arbeiten.

21.30 Uhr
Isaac Julien, BaadAsssss Cinema (GB 2001, Farbe, Ton, 75min)
Dieser Dokumentarfilm beschäftigt sich mit dem Blaxploitation-Genre und dessen wichtigsten ProtagonistInnen (Melvin VanPeebles, Pam Grier, Fred Williamson, Gloria Hendry …). Er analysiert die Auseinandersetzung, die dieses Genre mit Stereotypen, schwarzen urbanen Mythen und einer ganzen Reihe von Themen – von der Sklaverei bis zur Civil-Rights-Bewegung – führt.

Im Anschluss Gespräch mit Isaac Julien
 

Filmprogramm zusammengestellt von Mark Nash