11. September 2015

Ephemeropteræ 8: Emily Roysdon feat. Morgan Bassichis

Performance

TBA21 Augarten, Scherzergasse 1A, 1020 Wien
Emily Roysdon entwickelt eine Serie von Live-Events, deren Ausgangspunkt ihr Text UNCOUNTED ist. Mitwirkende in den letzten Monaten waren Gregg Bordowitz, Sharon Hayes, JD Samson, Nick Hallett, Malin Arnell, MPA, Katinka Marac, Rory Pilgrim und Frederique Bergholtz. Für diesen Abend im Augarten hat Roysdon Morgan Bassichis einladen, mit ihr aufzutreten. UNCOUNTED (performance 5) handelt von der Herstellung der Zeit „jenseits des Wunsches zu messen“ (um eine der Quellen von Emilys Text zu zitieren – Gertrude Stein). Roysdon denkt über Bewegungen und Bilder nach, über Formen (Dreiecke und Wellen) und unterschiedliche Arten ihrer Performativität. Sie stellt die Frage: „Was ist Zeit, wenn nicht Aktivismus?“

UNCOUNTED (performance 5) entsteht im Zusammenhang mit Roysdons Ausstellung Comedy of Margin Theatre in der Secession. Die dort ausgestellten Kostüme werden in der Performance verwendet.

Eine Kooperationsveranstaltung der TBA21 und der Secession
Die Künstlerin und Schriftstellerin Emily Roysdon lebt in New York und Stockholm. Sie arbeitet interdisziplinär, aktuelle Projekte entstehen in der Form von Performance, fotografischer Installation, Druck, Text, Video, kuratieren und kollaborieren. Roysdon entwickelte das Konzept des „ekstatischen Widerstandes“, um über das Unmögliche und Fingierte in der Politik zu sprechen. Das Konzept wurde bei zeitgleichen Ausstellungen in Kansas City (Grand Arts) und New York (X Initiative) vorgestellt. Sie ist Herausgeberin und Mitgründerin des queer-feministischen Magazins und KünstlerInnenkollektivs LTTR. Ihre zahlreichen Kollaborationen umfassen das Kostümdesign für die Choreographen Levi Gonzalez, Vannesa Anspaugh und Faye Driscoll sowie das Verfassen von Texten für The Knife und JD Samson & MEN aus Brooklyn.
Zu ihren aktuellen Einzelprojekten zählen Auftragsarbeiten für die Tate Modern, London, die Secession, Wien; PARTICIPANT, INC (NY); If I Can’t Dance, Stedelijk Museum, Amsterdam und The Kitchen (NY). Roysdons Arbeiten wurden ausgestellt im MOMA und MoMA PS1 (NY); Whitney Museum (NY); Moderna Museet (Malmö); Sydney Biennale; New Museum (NY); ICA (Boston); Künstlerhaus Stuttgart; Manifesta 8, Murcia, Spain; Museo Tamayo, Mexico City; Power Plant, Toronto, und Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia, Madrid. 2012 war Roysdon Finalistin für den Future Generation Art Prize und stellte in Kiew und an der Biennale von Venedig aus.

Die Schriftstellerin und Performerin Morgan Bassichis lebt in New York. Ihre Performances fanden im Artists Space, Dixon Place, La MaMa E.TC., PARTICIPANT INC, Recess, Shandaken Project und dem Whitney Museum of American Art statt. Zu Morgans Stücken zählen „When the Baba Yaga Eats You Alive“ und „The Witch House“. Ihre Essays erschienen unter anderem in Radical History Review und Captive Genders. 2014/15 ist Morgan ein Queer/Art/Mentorship fellow und 2015 Process Space Artist am Lower Manhattan Cultural Council.