30. November 2017

Carola Platzek: DIE LEHRE DES GARTENS. GESPRÄCHE IN JAPAN

Buchpräsentation

Buchvorstellung mit der Herausgeberin Carola Platzek

Bei der Betrachtung japanischer Gärten wird offenkundig, dass diese nicht isoliert von anderen Künsten und gesellschaftlichen Prozessen gesehen werden können. In ihnen verbinden sich Ansätze unterschiedlichster Provenienz, die allesamt darauf abzielen, zwischen der Welt des Geistes und der Erscheinungswelt ein Gleichgewicht herzustellen. So erscheint der japanische Garten weder entleert kontemplativ noch rein ästhetisch, sondern als ein soziales Kompendium, das über die einer Gesellschaft zugrundeliegende Ordnung erzählen kann ─ er ist Gesamtkunstwerk und angewandte Philosophie.

Die Wiener Kunst- und Kulturforscherin Carola Platzek nimmt ein japanisches Gartenhandbuch aus dem 11. Jahrhundert zum Ausgangspunkt ihrer Forschung über die Geschichte japanischer Gärten. Die Essenz des Sakuteiki gilt bis heute ─ die genaue Beobachtung der Natur, um einen Garten in Einklang mit der Umgebung zu gestalten. Platzek spricht mit Gärtnern und Gartenhistorikern, einer Klangforscherin, einem buddhistischen und einem Shintō-Priester über deren Arbeit mit traditionellen und modernen Konzepten, die Gestaltung und Design in Japan prägen. Im Buch werden Systeme (wie Sakuteiki, der Teeweg, das Genre der Acht Ansichten, die waka-Dichtung) und Prinzipien (etwa der geborgten Landschaft oder des umhüllten Zentrums) vorgestellt und so erklärt, dass ihre Zusammenhänge verstehbar werden.

Carola Platzek (Hg.)
DIE LEHRE DES GARTENS. GESPRÄCHE IN JAPAN

Gespräche mit Hiromasa Amasaki, Makoto Akasaka, Myokyu Fujisato, Kenji Kaji, Tomoki Kato, Yasuhiko Mitani, Masatoshi Nishiyama, Eiichi Noda, Syuchi Oguni, Keiko Torigoe, Zentaro Yagasaki

92 Seiten
Format: 15,5 × 21 cm
Details: Deutsch, zahlreiche Abbildungen in Farbe, broschiert
SCHLEBRÜGGE.EDITOR
ISBN 978-3-903172-09-8
€ 24 [A] € 23,40 [D]

www.schlebruegge.com