Zu Besuch bei Blaudruck Koó

In Steinberg im Burgenland befindet sich die Färberei der Familie Koó, einer der letzten Blaudruckerbetriebe Österreichs und Europas. Das Blaudrucken wurde inzwischen in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Für die Secession färben Josef Koó und seine Frau Miriam Schwack in aufwendiger Handarbeit und auf traditionelle Weise den Stoff für Tischsets, Servietten, Tischtücher, Schals und Postkarten.

Das Model für die Secession (Design: Ferdinand Andri, 1902) wurde von einem der wenigen Formenstecher händisch aus Messing und Filz hergestellt.

Mit dem Model wird farbabweisender „Papp“ auf einen weißen Stoff aufgetragen, um das Motiv zu erzeugen bzw. das Muster im Färbeprozess auszusparen.

Der Papp besteht u.a. aus Gummi Arabicum (Akazienharz) aus dem Sudan.

Der bedruckte Stoff wird nach dem wochenlangen Trocknen des Papps in einen Eisenrahmen gespannt und mehrmals in einem metertiefen Färbebottich in das Indigo-Farbbad getaucht.

Danach wird der Papp heiß ausgewaschen; abschließend wird der Stoff zum Trocknen aufgehängt wo sich die Farbe entwickelt.

In der Blaudruckerei Koó gibt es eine der letzten erhaltenen Maschinen, um mit Walzen meterlange Stoffbahnen zu bedrucken.

Das pflanzlich gewonnene Indigo bezieht die Blaudruckerei aus Indien.

Der natürliche Farbstoff Indigo wird aus Färberwaid und der Indigopflanze gewonnen.

traditionelle Stoffmuster

Zum Shop