John Akomfrah, Vertigo Sea, 2015, Three channel HD colour video installation, 7.1 sound, 48 minutes 30 seconds © Smoking Dogs Films; Courtesy Smoking Dogs Films and Lisson Gallery

Ausstellungsprogramm 2020

Das Ausstellungsjahr 2020 beginnt mit der Präsentation der Filminstallationen des Filmemachers und Drehbuchautors John Akomfrah (*1957 in Accra, Ghana, lebt in London) im Hauptraum der Secession, der in seinen atmosphärischen Filmen die Struktur von Erinnerung, Erfahrungen von Migranten in ihren Diasporen und Hintergründe des Postkolonialismus untersucht. Michael E. Smith (*1977 in Detroit, lebt in Providence, Rhode Island) arrangiert seine Installationen meist aus Fundstücken, die aus ausrangierten Alltagsgegenständen bestehen, sowie aus organischen Materialien.

Im Frühsommer wird sich Sophie Thun (*1985, lebt in Wien) im Grafischen Kabinett mit der Dialektik zwischen dem Ort der Produktion und der Präsentation des Werks, der eigenen Arbeitssituation sowie der physischen Präsenz des Körpers auseinandersetzen.

Die multimedial arbeitende Wiener Künstlerin Verena Dengler (*1981 in Wien, lebt in Wien) wird im Sommer im Hauptraum der Secession eine Auswahl neuer Arbeiten zeigen. Emily Wardill (*1977 in Rugby, GB, lebt in London) untersucht in ihren Filmen die Mechanik des Erzählens, Sprache als plastisches Medium und das Wechselspiel von Geste und Wort. Im Grafischen Kabinett werden die symbolreichen Bilder und Skulpturen der US-Künstlerin Suellen Rocca (1943 – 2020), eine Vertreterin der Chicago Imagists, präsentiert.

Der albanische Maler Edi Hila (*1944 in Shkodra, lebt in Tirana, Albanien), ein genauer Beobachter des Alltagslebens und der Veränderungen im postkommunistischen Albanien, wird im Herbst Serien seiner gegenständlichen Bilder ausstellen. Dineo Seshee Bopape (*1981 in Polokwane, lebt in Johannesburg, Südafrika) beschäftigt sich ausgehend von der Geschichte ihres Heimatlands Südafrika mit Erinnerung und Herrschaftsmacht über Land und Körper von Afrikanern. Referenzen zur Popkultur, schräge Verbindungen, dystopische und Post-Internet-Ästhetiken, subversive Taktiken sowie eine Vorliebe für Humor und Ironie kennzeichnen die Arbeit des New Yorker Künstlerkollektivs DIS (2010 gegründet in New York).

Das Ausstellungsjahr beschließt eine Präsentation von Danh Vō (*1975 in Bà Ria, Vietnam, lebt in Berlin und Mexico City), der in seinen konzeptuellen Arbeiten und Installationen häufig auf persönliche Lebenserfahrungen zurückgreift, um historische, soziale und politische Themen zu untersuchen. Die audiovisuellen und installativen Arbeiten von Lawrence Abu Hamdan (*1985 in Amman, Jordanien, lebt in Beirut, Libanon) thematisieren die politischen Dimensionen von Sprache und Kommunikation. Till Megerle (*1979 in Bayreuth, lebt in Wien und Berlin) zeigt in seinen figurativen Zeichnungen oftmals Szenen mit seltsam verschlungenen und deformierten Körpern.

Die Ausstellungen von Maria Hassabi. TIMES und von Carlos Bunga werden auf das Jahr 2021 verschoben.

 

21. Februar – 21. Juni 2020
John Akomfrah, Hauptraum
Michael E. Smith, Galerie, Grafisches Kabinett

Frühsommer – 21. Juni 2020
Sophie Thun, Grafisches Kabinett

3. Juli – 30. August 2020
Verena Dengler, Hauptraum
Emily Wardill, Galerie
Suellen Rocca, Grafisches Kabinett

Mitte September – Anfang November 2020
Edi Hila, Hauptraum
Dineo Seshee Bopape, Galerie
DIS, Grafisches Kabinett

Mitte November 2020 – Ende Jänner 2021
Danh Vō, Hauptraum
Lawrence Abu Hamdan, Galerie
Till Megerle, Grafisches Kabinett

Ständige Präsentation: Gustav Klimt, Beethovenfries (1902)
2020: Raum- und Klangerlebnis Beethoven in Kooperation mit den Wiener Symphonikern