DAS GEBÄUDE DER SECESSION

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Secession nachts, Foto: Matthias Herrmann
Secession nachts, Foto: Matthias Herrmann


Die Secession zeigt im Grund- und Aufriss eine sehr einfache Geometrie. Das Gebäude bedeckt rund 1000m2 Grundfläche und ist über einem zentralisierenden Grundriss errichtet. Für den Eingangs- und Ausstellungstrakt verschränkt Olbrich das Grundmotiv eines Quadrats zu mehreren kreuzförmigen Ordnungen. Aus diesem Grundriss-Schema wird wiederum der Aufriss und damit die gesamte plastische Gestalt des Gebäudes entwickelt.


Dachkonstruktion über dem Hauptraum, Foto: Margherita Spiluttini
Dachkonstruktion über dem Hauptraum, Foto: Margherita Spiluttini


Beim Außenbau erhält die ungebrochene Fläche überragende Bedeutung. Durch die vielfach geschlossenen Wände wirkt der Bau von außen wie aus massiven Kuben aufgebaut. Die strenge Geometrie wird jedoch von Olbrich nur als genereller Rahmen verwendet, den er mit geschwungenen Linien, Kurvaturen und Überschneidungen umspielt. Olbrich gliedert das Gebäude in "Kopf" und "Leib", in den "repräsentativen" Eingangsbereich und den "funktionalen" Ausstellungstrakt. Der Eingangsbereich wird von hermetischen Blöcken flankiert und von vier Pylonen überragt, welche die Kuppel umfassen.

Der Ausstellungsraum ist nach basilikalem Schema in ein erhöhtes Mittelschiff, zwei niedrigere Seitenschiffe und ein abschließendes Querschiff gegliedert; er ist fast zur Gänze mit zeltartigen Glasdächern überdeckt, die dem Innenraum gleichmäßiges Licht geben.



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Urte Schmitt-Ulms
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