DER BEETHOVENFRIES

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Gustav Klimt, Beethovenfries: Gorgonen
Gustav Klimt, Beethovenfries: Gorgonen


Während viele Künstlerkollegen Klimts Beethovenfries enthusiastisches Lob zollten, reagierten breite Öffentlichkeit und zeitgenössische Presse häufig mit Kopfschütteln und Empörung auf die Präsentation des Frieses. Das Werk Klimts, das sich heute so großer Beliebtheit erfreut, wurde von vielen seiner Zeitgenossen als unverständlich, skandalös und "obszön" empfunden.


Gustav Klimt, Beethovenfries: Krankheit, Wahnsinn, Tod
Gustav Klimt, Beethovenfries: Krankheit, Wahnsinn, Tod


Im Falle des Beethovenfrieses war es vor allem die Stirnwand mit den "Feindlichen Gewalten", die Empörung auslöste: Die Darstellungen von Krankheit, Wahnsinn, Tod und die eckig-expressive Figur des Nagenden Kummers wurden als "Wahngebilde", "pathologische Szenen" und "schamlose Karikaturen der edlen Menschengestalt" angeprangert, die laszive Erotik der Gorgonen und die Darstellungen der Wollust und Unkeuschheit von vielen schlicht als "gemalte Pornographie" verworfen.


 
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Urte Schmitt-Ulms
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