FILMMUSEUM
Filmvorführungen
10. / 11. 5. 2003 und 1. 6. 2003
FILME IN DER AUSSTELLUNG
jeweils DIENSTAG / DONNERSTAG
/ SAMSTAG
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jeweils MITTWOCH / FREITAG
/ SONNTAG *
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10 Uhr Chantal Akerman, Hôtel Monterey (B/USA 1972, Farbe, stumm, 65min)
In Akermans erstem Langspielfilm wird die Kamera zur "Darstellerin",
die sich in langen Einstellungen und ausgedehnten Kamerafahrten durch die leeren
Räume des gleichnamigen New Yorker Hotels bewegt - gleichzeitig Studie der
Architektur und eines psychischen Raumes.
11.15 Uhr Babette Mangolte, The Camera: Je or La Caméra: I (USA 1977, s/w und Farbe, Ton, 88min)
Mangolte, die Akermans Hôtel Monterey fotografierte, reflektiert
in diesem Film ihre Erfahrung als Kamerafrau und den Prozess der Bildproduktion:
"Im wörtlichen Sinne ist der Film die Filmkamera" (B.M.).
13 Uhr Elisabeth Subrin, Shulie (USA 1997, s/w und Farbe, Ton, 36min)
Als filmischer "Doppelgänger" eines existierenden Dokumentarfilms
über die Feministin Shulamit Firestone aus dem Jahr 1967 untersucht Shulie Fragen von Geschlecht, Rasse und Klasse in den 60er Jahren und heute.
14 Uhr Harun Farocki/Ingemo
Engström, Erzählen (D 1975, s/w, Ton, 58min)
In Erzählen wird die autobiografische Situation der AutorInnen skizziert,
die von der Suche nach Möglichkeiten einer interdisziplinären Praxis
geprägt ist. Teil der experimentellen Erzählstrukturen sind "Auftritte"
verschiedener Personen, die wie "Briefe" in das zugleich wirkliche und
fiktive Tagebuch eingeflochten werden.
15.15 Uhr Noël Burch/André
S. Labarthe, Rome is Burning / Portrait of Shirley Clarke (F 1996, s/w,
Ton, 55min)
Im Januar 1968 findet in New York ein Interview mit der Filmemacherin Shirley
Clarke statt. Unter den Fragestellern und Gästen erkennt man Noël Burch,
Jacques Rivette, Jean-Jacques Lebel, Yoko Ono. Die Kamera wandert von Hand zu
Hand und zeigt so die Arbeit als "mise-en-abyme" des Kinos selbst.
16.30 Uhr Isaac Julien, Looking for Langston (GB 1989, s/w, Ton, 40min)
Der Film ist eine Hommage an den homosexuellen schwarzen Dichter Langston Hughes,
behandelt das Thema des doppelten Außenseiters, und stellt die "Harlem
Renaissance" als Blütezeit der Homoerotik zwischen Schwarzen und Weißen
dar.
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10.00 Malcolm
Le Grice, Blackbird Descending (GB 1977, Farbe, Ton, 110min)
Blackbird Descending untersucht Erfahrungen unterschiedlicher Phänomene
und transformiert mittels der Techniken von Wiederholung und Verschiebung die
Banalität des täglichen Lebens in ein mysteriöses Drama potentiell
möglicher Ereignisse.
12.00 Jean-Marie Straub/Danièle
Huillet, History Lessons (I/D 1972, Farbe, Ton, 85min)
Die Arbeit basiert auf dem unvollendeten Werk "Die Geschäfte des Herrn
Julius Cäsar" von Bertolt Brecht und erzählt von den Beziehungen
zwischen Ökonomie und Demokratie, Kapitalismus und Imperialismus.
13.45 Michael Snow, Rameau's
Nephew (CAN 1974, Farbe, Ton, 285min)
Michael Snows Bearbeitung von Diderots dialektischem Meisterwerk stellt das Problem
der Subjektivität von Sprache in den Mittelpunkt der Diskussion. "To
me it's a true 'talking picture' ", schreibt Snow. Der Film baut auf den
kleinsten Einheiten von Film (Kader) und Sprache (Silbe) auf.
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VERANSTALTUNGEN
10. 5. 2003, FILMMUSEUM
14 Uhr Noël Burch,
What Do Those Old Films Mean (GB 1985, Farbe, Ton,
3 von 6 Teilen à 25min)
Die sechsteilige Fernsehserie beschreibt die Entwicklung der Filmsprache in sechs
verschiedenen Ländern (Amerika, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich
und Russland) unter jeweils verschiedenen historischen, sozialen, politischen
und filmischen Perspektiven.
Im Anschluss Gespräch mit Noël Burch
16.30 Uhr Noël Burch/Thom Andersen,
Red Hollywood (USA 1995, Farbe,
Ton, 121min)
Dieser Dokumentarfilm beschäftigt sich mit der Geschichte linker und kommunistischer
Regisseure, die im Hollywood der McCarthy-Ära Opfer der sogenannten "Hexenjagd"
wurden.
10. 5. 2003, SECESSION, Ausstellungsgespräch
19 Uhr Constanze Ruhm (Kuratorin) im Gespräch mit den KünstlerInnen
Judith Barry, Mark Nash und Nomeda und Gediminas Urbonas. Eine Veranstaltung der
Freunde der Secession
11. 5. 2003, FILMMUSEUM
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14 Uhr Derek Jarman,
The Last of England (GB 1987, Farbe, Ton, 87min)
Einer der wichtigsten britischen Experimentalfilme der 80er Jahre, der alle Regeln
konventioneller Erzählungen bricht, und sich einer subversiven Bildersprache
bedient. Sein Hauptgewicht liegt auf einer kritischen Darstellung des gesellschaftlichen
Zustands und des sozialen Niedergangs Englands am Ende der 80er.
16.30 Uhr Nagisa Oshima,
Koshikei (Tod durch Erhängen) (J 1968, s/w,
Ton, 117min)
Oshima erzählt die Geschichte eines jungen Koreaners, der wegen einer angeblichen
Vergewaltigung zum Tode verurteilt wird. In diesem Psycho-Drama, das als komplexer
Bewusstwerdungsprozess angelegt ist, verkörpert der Koreaner symbolisch den
Zustand und die Revolte des damaligen japanischen Lumpen-Proletariats.
1. 6. 2003, FILMMUSEUM
16 Uhr Ulrike Ottinger,
Freak Orlando (BRD 1981, Farbe, Ton, 126min)
"Eine Irrtümer, Inkompetenz, Machthunger, Angst, Wahnsinn, Grausamkeit
und Alltag umfassende Histoire du Monde' am Beispiel der Freaks von den
Anfängen bis heute als kleines Welttheater in fünf Episoden erzählt."
(U.O.)
18.30 Uhr Morgan Fisher,
Standard Gauge (USA 1984, Farbe, Ton, 35min)
Standard Gauge ist ein autobiografischer Bericht. Das Filmmaterial, das
Fisher im Laufe der Zeit sammelte, setzt sich aus unterschiedlichsten 35mm-Streifen
zusammen - dem Standardformat der Hollywoodindustrie. Der Film behandelt unter
anderem das Thema des Produktionsformats: entsorgtes 35mm-Material wird als 16mm-Film
projiziert.
19.15 Uhr Shirley Clarke,
The Cool World (USA 1963, Farbe, Ton, 95min)
Eine Zusammenarbeit von Clarke und dem afro-amerikanischen Autor Carl Lee. Der
Film basiert auf einem Roman von Warren Miller über Jugendliche aus Harlem
und steht exemplarisch für Clarkes gesellschaftskritische Arbeiten.
21.30 Uhr Isaac Julien,
BaadAsssss Cinema (GB 2001, Farbe, Ton, 75min)
Dieser Dokumentarfilm beschäftigt sich mit dem Blaxploitation-Genre und dessen
wichtigsten ProtagonistInnen (Melvin VanPeebles, Pam Grier, Fred Williamson, Gloria
Hendry ...). Er analysiert die Auseinandersetzung, die dieses Genre mit Stereotypen,
schwarzen urbanen Mythen und einer ganzen Reihe von Themen - von der Sklaverei
bis zur Civil-Rights-Bewegung - führt.
Im Anschluss Gespräch mit Isaac Julien
* Diese Programme sind von Mark Nash zusammengestellt
Für weitere Informationen, Presse- und Fotomaterial wenden Sie sich bitte
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Tamara Schwarzmayr
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