>a room of one's own<
Tanya Bednar, Carola Dertnig, Petja Dimitrova, Anita Fricek, Kristina Haider,
Juma Hauser, Lisa Holzer, Katharina Lampert, Ursula Mayer, Sascha Regina Reichstein,
Patricia Reschenbach, Nina Stuhldreher, Katrin Tag, Sofie Thorsen
>a room of one's own< ist ein Forum junger Künstlerinnen, in welchem gegenwärtige feministische
Diskurse und Praxen im Kunstfeld thematisiert, erforscht und erweitert werden
sollen.
>a room of one's
own< hat sich seit dem Projekt
"Das
Experiment 2a" im April/ Mai 2001 neu formiert und versteht sich als
offene Gruppe, die von den unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungsaspekten der
einzelnen Teilnehmerinnen getragen wird.
"Kannst du dich daran erinnern, als du gemerkt hast, dass du ein Mädchen
bist? Welche Frauenbands kennst du? Für welchen Blick produzierst du als
Künstlerin?"
>a
room of one's own< hat nachgefragt, was den Alltag junger Künstlerinnen,
Musikerinnen und Theoretikerinnen aus feministischer Sicht prägt.
Anknüpfend an den 1. Teil des Ausstellungsprojektes
DAS
EXPERIMENT 2 im April/Mai 2001 präsentiert die Plattform
>a
room of one's own< Ergebnisse einer aktuellen Recherche. In Gesprächen
mit Künstlerinnen und Theoretikerinnen werden Fragen geschlechtlicher Identitäten
und Prägungen sowie der Relevanz feministischer Anliegen in Alltags- und
Arbeitswelten thematisiert. Welche zeitgemäßen Strategien gibt es,
um gesellschaftliche Vorgänge nach von Frauen geforderten Notwendigkeiten
zu gestalten? Eine Voraussetzung für die Intervention in gesellschaftliche
Zusammenhänge ist eine permanente Selbstpositionierung. So wird der Erfahrungsaustausch
unter Frauen zum Katalysator für das Abstecken von maßgebenden Zielen
und Differenzen, welche letztendlich auch Bewusstsein für politische Handlungsmöglichkeiten
schaffen können.
In ihrer Präsentation im Grafischen Kabinett reflektiert
>a
room of one's own< kommunikative Prozesse, gibt Einblick in Gespräche,
Interviews und Erzählungen und bringt dem Ausstellungspublikum diese in verdichteter
Form nahe. Eine Audioinstallation ermöglicht den BesucherInnen eine ausführliche
Beschäftigung mit dem Interviewmaterial. Eigens für die Ausstellung
produzierte Röcke, welche von den AusstellungsbesucherInnen erworben werden
können, sind mit den Gesprächen entnommenen Fragestellungen und Statements
bedruckt. Durch ihren einfachen rechteckigen Schnitt lassen sich die Röcke
mit wenigen Handgriffen in Transparente mit politischer Botschaft verwandeln.
Ein Demonstrationsvideo erläutert spielerisch die Praxis des Rocktragens
und Transparentgebrauchs.
Der Rock ist historisch ein Kleidungsstück sowohl für Frauen als auch
Männer. In diesem Sinne wird er in der Ausstellung als Metapher des "gender
bending" eingesetzt. Durch das Tragen der Röcke/Transparente gelangen
die Aussagen und Forderungen aus dem Kunstkontext in ein alltägliches Umfeld.
Feminismus ist kein partikulärer Diskurs, sondern hat gesellschaftliche Bedeutung.
Feministische Forderungen sind tragbar!
Die Website
www.aroomofonesown.at fungiert sowohl als Weblog als auch als offenes Forum mit einer Materialsammlung,
welche detaillierte Abschriften der Gespräche und Interviews sowie dokumentierende
Foto-, Video- und Audioaufnahmen umfasst. Zur Ausstellung erscheint eine zweisprachige
Publikation (deutsch/englisch).
AUSSTELLUNGSGESPRÄCHE
Begleitend zum Ausstellungsprojekt sind an zwei Tagen Gespräche vorgesehen,
die der Frage nachgehen, welche Möglichkeiten und Besonderheiten der Kunstkontext
als Rahmen für zeitgenössische feministische Strategien bietet. Exemplarisch
werden drei KünstlerInnengruppen vorgestellt, die anhand ihrer Projekte ihr
Verständnis einer feministischen künstlerischen Praxis erläutern.
Donnerstag 31. 1. 2002,
18:00 Uhr
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Sonntag 3. 2. 2002, 13:00
Uhr
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FO/GO LAB (Wien)
Eine Gruppe, ein Videoprogramm, ein Archiv, ein Booklet, ein Regal, eine Handbibliothek,
ein Workshop...? Ein Abend mit FO/GO LAB!
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Constant (Brüssel)
http://www.constantvzw.com/cyberf/main.html
Das KünstlerInnen- und KuratorInnenteam "Constant" möchte
mit seinen Projekten einen cyberfeministischen Diskurs und Kontext in Brüssel
etablieren. Zu diesem Zweck veranstaltet es seit 1997 regelmäßig internationale
Ausstellungen, Konferenzen, Filmfestivals und Workshops.
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Women
on Bars (Kopenhagen)
http://www.artnode.dk/inserts/agrrls/txt/bar_uk.html
Die Künstlerinnengruppe "Women on Bars" besteht seit 1997 und thematisiert
in ihren Projekten Geschlechterrollen im öffentlichen Raum. Neben Ausstellungen
organisieren sie u.a. Guided Tours und Aufkleberaktionen und verkaufen kritische
Merchandising Produkte.
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PUBLIKATION
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DAS EXPERIMENT
2
A Room of One's Own
6 Seiten
Texte: Carola Dertnig, Matthias Herrmann
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Erhältlich im
Shop |
Für weitere Informationen, Presse- und Fotomaterial wenden Sie sich bitte
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Tamara Schwarzmayr
Secession, Vereinigung Bildender KünstlerInnen Wiener Secession
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