CLEMENS STECHER
AUSSTELLUNGSPROGRAMM 1999
Grafisches Kabinett
7. 10. – 18. 11. 1999
 
 
Clemens Stecher, Some Like it Nice, 1999
Clemens Stecher, Some Like it Nice, 1999
 
 
Es sind meist Schnappschüsse, Zeichnungen, eigene Textentwürfe und gefundenes Material wie Zeitungsartikel und Fotografien, die Clemens Stecher aus diversen Drucksorten ent-nimmt und die er zu Collagen zusammenstellt. So entstehen unter anderem Tagebücher, die sich über längere Zeiträume erstrecken können und Fotosammlungen, welche fragmentarisch "Alltagskultur", sowie biographische Momente aus Clemens Stechers Leben zeigen.
 
"Was meine Collage ausmacht, ist die Zu- und Gegeneinanderstellung von verschiedenen Bild- und Textelementen, das Ineinanderwerfen, die Kombination von verschiedenen Teilen, die vorher so nicht zusammen waren. Sie bilden wiederum serielle Facetten einer Linie, auf der ich versuche, die Zeit, die ich hier verbringe, authentisch zu dokumentieren. Ich mische meine eigenen Texte mit fremden Texten, Gedichten, vor allem auch Zitate aus der Werbung und so entsteht eine Art fortlaufender Monolog, ein "stream of consciousness" . ." (Clemens Stecher)
 
 
Clemens Stecher, Nothing Feels Like, 1999
Clemens Stecher, Nothing Feels Like, 1999
 
 
In einem Interview mit Wolfgang Zinggl meint Clemens Stecher, daß er seinen "Bild-Text-Kombinationen das zurückgeben will, was sie gerade noch in manchen Dokumentarfilmen haben", nämlich "eine direkte, effekt- und illusionsfreie Vermittlung. (.) Da ich dabei fast immer verschiedene "Spuren" parallel bearbeite und so verschiedenste Assoziationen (die sich mit denen der/des BetrachterIn teilweise decken können) mitliefere, entsteht der Eindruck von Sinnestäuschung. (Die "abgebildete Wirklichkeit" entspricht streng genommen der einer Psychose)".
 
 
Clemens Stecher, Porno, 1999
Clemens Stecher, Porno, 1999


Unter Verwendung und in deutlicher Abgrenzung zur Mode- und Werbeästhetik, die immer auch auf Formalismen der bildenden Kunst zurückgreift, verkörpern die Arbeiten Clemens Stechers einen künstlerischen Zugriff auf unterschiedliche Ebenen der Wirklichkeit, wie sie unter anderem auch von den medial vermittelten Bildern und Texten repräsentiert werden. Dabei spielen nicht nur die Fragment-ierungen, Brüche, Auslassungen und die Zusammenführung der vorgefundenen Bild- und Textinhalte eine wesentliche Rolle, sondern vor allem seine Bearbeitung mit Farbe, Zeichnung, mit Microsoft Word oder handschriftlich dargelegten Ausführungen und nicht zuletzt auch seine Beschäftigung mit dem Medium der Malerei.


PUBLIKATION

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Essay von Hedwig Saxenhuber, einem Dialog mit Wolfgang Zinggl und Clemens Stecher, sowie umfangreichem Bildmaterial. Der Katalog erscheint in englischer und deutscher Sprache.

Clemens Stecher, 1999 CLEMENS STECHER

24 Seiten, 9 Farbabbildungen, 1 s/w-Abbildung
Secession 1999

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Erhältlich im Shop
 
 
CLEMENS STECHER wurde 1968 geboren, er lebt und arbeitet in Wien.   Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl): "Under Thirty", Galerie Metropol, Wien (1992); "Eine freie Akademie auf Zeit", Kunstverein München (1994); "Körpernah", Galerie Krinzinger, Wien (1994); "Skizzen, Modelle, Notizen", Raum aktueller Kunst, Wien (1995); "Zeitschnitt 96", Kunstraum Innsbruck (1996); "Junge Szene ,96", Secession, Wien (1996); Brasilica, Wien (1996); "Pictures of Lily", 30 Underwood St. Gallery, London (1997); "Open a gallery"; T19 Galerie, Wien (1998); "Null", Haus der Familie Bernsteiner, Wien (1999)
 
 
 
ROMAN SIGNER   UDO WID
AUSSTELLUNGSPROGRAMM 1999

 

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Urte Schmitt-Ulms
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