Michael Zinganel, Home 1998. Foto: Wolfgang Thaler
Michael Zinganel, geboren 1960 in Bad Radkersburg, setzt sich in jüngster Zeit
zunehmend mit partizipatorischen Projekten auseinander, die den Künstler immer
mehr in seiner Rolle als sozialkritischen sowie politisch agierenden Architekten
erkennen lassen. Mit seinen aktuellen Arbeiten übt Michael Zinganel nicht nur
theoretisch Kritik an modernistischen Planungsmethoden, sondern setzt diese auch
in konkreten, sozialen Interventionen um.
Michael Zinganels Projekt flüchtet aus dem White Cube der Kunst-Institution in
eine ironische Auseinandersetzung mit dem Eigenheim, dem Wunsch nach einem Leben
in trügerischer Idylle, in einer vermeintlichen Fluchtburg der Unschuld und Verdrängung.
Für den Künstler blieb dieser Traum bislang ohnehin nur ein Luftschloß, ein Objekt
der Beobachtung, eine positiv oder negativ konnotierte Projektionsfläche unterschiedlicher
Ideologien und Lebensentwürfe. Sein Anspruch, im Betriebssystem Kunst als Künstler
rezipiert zu werden, bindet ihn und seine Arbeit jedoch an die Kunst-Institution
(Secession) zurück.
PUBLIKATION
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MICHAEL
ZINGANEL
24 Seiten, 12 Farb- und 11 s/w -Abbildungen
Text: Jörg Heiser
Secession 1998, ISBN 3-901926-05-4
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